KulturDonnerstag, 24. Mai 2012, 12:17 Uhr· von: Nicolas Flessa

Die CARPE Filmkritik: 2 Tage in New York

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Wer jemals geglaubt hat, der Clash of Civilizations verlaufe zwischen der nördlichen und der südlichen Halbkugel, wird hier eines besseren belehrt: In einer rasenden Geschwindigkeit führt Hauptdarstellerin und Regisseurin Julie Delpy vor, welche Sprengkraft die Begegnung des alten Europas mit der Neuen Welt noch immer hervorrufen kann.

Auslöser ist der Besuch ihrer französischen Familie, welcher nicht nur ihre Partnerschaft mit Freund Mingus (Chris Rock), sondern auch ihre berufliche Karriere ganz schön ins Schlingern bringt. Ihr Lebensthema fand Delpy bereits 1995, als sie an der Seite von Ethan Hawke in »Before Sunrise« als bi-nationales Liebespaar brillierte.

Ihr aktueller Film beweist, dass sie ihr Handwerk von der Pieke auf gelernt hat: Ein Feuerwerk unerwarteter und erfrischend schamloser Gags machen diese zwei Stunden in New York zu einem absolut kurzweiligen Sehvergnügen. Woody Allen hat eine würdige Nachfolgerin gefunden – frech, intelligent und wunderbar abgründig!

2 Tage in New York (Homepage mit Trailer)

Regie: July Delpy; Kamera: Lubomir Bakchev

mit July Delpy, Chris Rock, Albert Delpy

Komödie- Frankreich/Deutschland/Belgien 2011

91 Min. - Verleih: Senator