KulturDienstag, 13. Juli 2010, 12:26 Uhr· von: Carpeberlin

40- Stunden Lebensfrist

Article_foto_das_blut1

Das Blut - La Sang - die Frau eines hochrangigen Politikers ist in ein Verlies verschleppt worden. Von ihren unmaskierten Bewachern erfährt sie, dass über sie eine 40-Stunden-Lebensfrist bis zur angedrohten Hinrichtung verhängt ist, auf die alle zehn Stunden mit der Abtrennung eines Körperteils hingewiesen werden soll. Sie begreift die Ausweglosigkeit ihrer Situation, denn sie wird in dem über die Medien öffentlich ausgetragenen Machtpoker keine Chance haben. Alle verbleibende Energie richtet die Frau auf ein Mädchen, das bei den
Geiselnehmern aufwächst...
Das 1999 in Barcelona uraufgeführte Stück erörtert keine Ursachen für Machtmissbrauch, weist aber desto eindringlicher auf gesellschaftliche Konsequenzen hin. Das Stück ist keines über den Terrorismus, vielmehr ist es ein Stück über Menschen in einer konkreten Umgebung.
Ausgehend von der „Theorie der vier Körpersäfte“von Aristoteles und der von Fromm formulierten „Anatomie der menschlichen Destruktivität“  bedient sich die Inszenierung dem Ordnungsprinzip der vier Körpersäfte zur Umsetzung des Theatertextes als Spielfolie für die vier Protagonisten.
Inszenierung Joerg Paschke
Premiere am  12. August 2010 um 21.00 Uhr
weitere Aufführungen: 13. / 14. / 15. / 19. / 20. / 21. / 22. 8. 2010 | 21.00 Uhr
Theater im Schokohof, Ackerstraße 169/170
10115 Berlin
Tel: 4410009
tickets@tisch2009.de, 12 € erm. 8 €